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Frost kommt: Außenwasserhahn und Wasserleitungen jetzt winterfest machen
19. Oktober 2026
Gefriert Wasser in einer Leitung, dehnt es sich aus und kann das Rohr sprengen. Der Schaden zeigt sich oft erst beim Auftauen – dann läuft das Wasser in Wand, Keller oder Garage. Mit ein paar Handgriffen im Herbst lässt sich das meist verhindern.
Außenwasserhahn in 4 Schritten winterfest machen
- Absperrventil innen zudrehen. Es sitzt meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum direkt an der Leitung, die nach draußen führt.
- Gartenschlauch abnehmen und den Außenhahn öffnen, damit das Wasser aus dem Leitungsstück ablaufen kann.
- Entleerungsschraube öffnen. Viele Absperrventile haben eine kleine Kappe oder Schraube zum Entleeren. Ein Gefäß darunterhalten, bis nichts mehr nachläuft.
- Außenhahn über den Winter offen lassen. So kann gefrierendes Restwasser sich ausdehnen, ohne das Rohr zu sprengen.
Frostsichere Außenarmaturen entleeren sich beim Schließen selbst. Auch hier gilt: Schlauch abnehmen, sonst bleibt Wasser in der Armatur stehen.
Leitungen in Keller, Garage und Gartenhaus
- Unbeheizte Räume: Leitungen in Garage, Gartenhaus oder Kellerräumen ohne Heizung absperren und entleeren – oder den Raum frostfrei halten.
- Kellerfenster geschlossen halten, wenn dort Wasserleitungen verlaufen. Ein gekipptes Fenster reicht bei Dauerfrost für einen Schaden.
- Leitungen an Außenwänden und in kalten Ecken mit Rohrdämmung schützen.
- Heizkörper nicht ganz abdrehen – auch nicht in Räumen, die Sie gerade nicht nutzen. Die Stellung mit dem Schneekristall hält den Raum frostfrei.
- Leere Wohnung, Ferienhaus, Urlaub: heizen oder das Wasser am Haupthahn abstellen und die Leitungen entleeren.
Was Ihre Versicherung erwartet
Frostschäden an Wasserleitungen sind in vielen Wohngebäudeversicherungen über den Baustein Leitungswasser mitversichert. Viele Verträge verlangen aber, dass Gebäude in der kalten Jahreszeit beheizt werden oder ungenutzte Leitungen abgesperrt und entleert sind. Wer das versäumt, riskiert, dass die Versicherung kürzt. Maßgeblich ist Ihr Vertrag. Mehr: Wasserschaden: Wer zahlt?
Leitung eingefroren – was tun?
- Haupthahn zudrehen. Ist das Rohr schon gerissen, läuft sonst beim Auftauen Wasser aus.
- Wasserhahn an der Leitung öffnen, damit Tauwasser abfließen kann.
- Langsam auftauen: mit Föhn, warmen Tüchern oder einem Heizlüfter mit Abstand. Nie mit offener Flamme oder Lötlampe – Brandgefahr.
- Beim Auftauen hinsehen: Wird es irgendwo feucht oder tropft es, bleibt der Haupthahn zu.
Verläuft die Leitung in Wand oder Boden und Sie kommen nicht heran, lassen Sie lieber einen Fachbetrieb ran.
Nach dem Frost: Rohrbruch erkennen
Feuchte Flecken an Wand oder Decke, ein Wasserzähler, der ohne Verbrauch weiterläuft, oder Wasser in Keller oder Garage nach dem Tauwetter sind typische Zeichen. Dann: Haupthahn zu, Fotos machen, Versicherung informieren – und das Leck orten lassen. Mehr im Ratgeber Wasserrohrbruch – was tun? und zur Leckortung.
Häufige Fragen
Muss ich den Außenwasserhahn wirklich jedes Jahr entleeren?
Ja, wenn es keine frostsichere Armatur ist. Das Leitungsstück zwischen Absperrventil und Außenwand liegt in der Kälte. Steht dort Wasser, kann es bei Frost platzen.
Reicht es, den Außenhahn zuzudrehen?
Nein. Zugedreht bleibt das Wasser in der Leitung stehen. Entscheidend ist, das Absperrventil innen zu schließen und das Leitungsstück zu entleeren.
Ab welcher Temperatur frieren Leitungen ein?
Wasser gefriert bei 0 °C. Gefährdet sind vor allem Leitungen in unbeheizten Räumen und an Außenwänden, besonders bei mehreren Frostnächten hintereinander.
Ratgeber
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Versicherungsberatung. Maßgeblich sind Ihr Vertrag und die Umstände im Einzelfall.
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